Spielemesse Essen 2021

Unser Beisitzer Lasse hat die SPIEL’21 besucht und sich vor allem über die vielen glücklichen Spieler*innen in den Messehallen gefreut.

Donnerstag früh, 9 Uhr

Ich bin mit dem Presseausweis schon etwas früher in die Hallen gekommen und stehe bei einem Verlag (Feuerland) in der Warteschlange – neben mir wollen auch noch eine ganze Menge anderer Spieler*innen ein Exemplar von Arche Nova ergattern. Alle tragen ihre Masken und kaum eine Nase schaut heraus, Eintrittskarte und 3G-Nachweis werden am Eingang eingescannt. Von diesen stehen gleich vier zur Verfügung.

Arche Nova: War schnell ausverkauft. In diesem Kennerspiel von Autor Matthias Wigge, erschienen bei Feuerland Spiele, bauen die Spieler*innen einen Zoo. Unterstützung erhalten sie dabei von Sponsoren. Aber auch die richtigen Gehege müssen mit passenden Tieren befüllt werden, die wiederum ausgewildert werden können. Ein schönes Spiel!

Pro Tag durften 30.000 Besucher*innen in die Hallen. In vier Tagen haben 93.600 Spieler*innen die Messe besucht.

Von Randy Flynn, AEG

Ich laufe durch die Hallen, breitere Gänge, mehr Platz zwischen den Spiele-Tischen und wo es geht, wird genügend Abstand gehalten – alles sehr erfreulich! Mit einigen Spielen im Gepäck geht es nach Hause wo die Spielerunde auf mich wartet. Einige haben die Messe heuer noch ausgelassen. Wir spielen an dem Tag Arche Nova, Cascadia (links im Bild), Loop, Voll verplant, So kleever und Ökosystem.

Fairplay Scoutaktion

Die Spielezeitschrift Fairplay veranstaltet jährlich auf der SPIEL die sog. Scoutaktion. Messebesucher*innen können den Stand der Fairplay besuchen und dort Neuheiten mit 1 – 5 Punkten bewerten. Drei bis viermal am Tag werden alle abgegebenen Punkte ausgewertet. Auf einem Spieleregal sind die Top10 Spiele schließlich ausgestellt, eine detaillierte Auflistung hängt aus und ist beim internationalen Publikum sehr beliebt.

So sieht das Scout-Regal der Fairplay aus.

Besonderheit ist, dass bewertete Spiele auch tatsächlich gespielt wurden. Gewonnen hat in diesem Jahr Arche Nova (Feuerland) vor Witchstone (Huch!) und Die rote Kathedrale (Kosmos).

Messe-Samstag

Im Spiel Timeland von Quentin Lammerant (Heidelbär Games) spielen wir eine Abenteuergruppe, die in einer Tempelanlage nach Schätzen und Steintafeln sucht. Doch überall lauern Gefahren, die Kommunikation ist eingeschränkt und irgendwann wird dieser verflixte Vulkan ausbrechen… Ein kooperativer Spaß mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen für 2 – 4 Personen ab 8 Jahren.

An einigen Ständen hängen bereits, mit Edding beschriebene, weiße DINA4 Zettel: SOLD OUT, ausverkauft. Das ist aus den vergangenen Jahren allerdings bekannt. Lohnt sich der Tag dennoch? Na klar! Denn es kann gespielt werden, alle Neuheiten liegen schließlich auf den Spieltischen der Verlage. Der Samstag ist zugleich auch der „vollste“ Messetag, viele Familien schlendern durch die Gänge, spielen und lachen miteinander. Für Verschnaufpausen ist dank des trockenen Wetters im Freigelänge genug Platz, für das leibliche Wohl sorgen genügend Stände in der Galeria.

Der letzte Tag – System Matters und Kleine Helden

Am Sonntag haben wir uns gleich zu einem Stand in Halle 6 aufgemacht – zu System Matters. Der Verlag vertreibt Fantasy Rollenspiele mit einem einfachen Einstieg, sodass ohne langwierige Charaktererstellung direkt losgespielt werden kann. Heute waren auch Laura und Malte aus dem Siepen hier. Die beiden haben das Spiel Kleine Helden entwickelt. Die kleinen Helden feiern in diesem Jahr ihr 20-jähriges Jubiläum, dazu erscheint ein Jubiläumsband beim Verlag System Matters.

Auf Messen und Conventions zeichnet Laura eure kleinen Helden, in diesem Jahr meinen D&D-Druiden.

Wir hatten gemeinsam eine tolle Messe mit vielen großartigen Spielen und Menschen, die die Messe organisiert haben, glücklichen Spieler*innen und wir freuen uns schon aufs nächste Jahr: Vom 6. – 9. Oktober 2022!

Spieleabend im Pub 🍻

Gestern haben wir wieder mit 10 Spieler*innen im Pub gespielt, unter anderem:

So typisch 🧍‍♀️🔀⚽

Noch mal! 🎲❎

Heckmeck 🎲🐛

Geschenkt 🃏🎁

Just one 🖍1️⃣

Deutscher Spielepreis 🥇

Der deutsche Spielepreis ist ein ganz besonderer Preis: Denn er wird nicht von einer Expertenjury gewählt, sondern von Dir, Mir und vielen anderen Spieler*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Wie konntest Du mitmachen?

In den vergangenen Monaten durften wir unsere fünf Favoriten aus diesem Spielejahrgang auf dem Abstimmungsbogen platzieren und abschicken.

Das beste Spiel hat fünf, das zweitbeste vier usw. Punkte erhalten. Zu gewinnen gab es in diesem Jahr unter allen Spieler*innen, die mitgemacht haben, über 100 Spiele. Organisiert werden die Abstimmung und die Spielemesse vom Friedrich Merz Verlag.

Wer hat denn in diesem Jahr gewonnen?

DIE VERLORENEN RUINEN VON ARNAK von Michaela Štachová und Michal Štach (Czech Games Edition /HeidelBÄR Games)

2. MICROMACRO: CRIME CITY von Johannes Sich (Edition Spielwiese und Pegasus Spiele)
3. DIE ABENTEUER DES ROBIN HOOD von Michael Menzel (Kosmos)
4. PALEO von Peter Rustemeyer (Hans im Glück Verlag)
5. AEON’S END von Kevin Riley (Frosted Games und Pegasus Spiele und Indie Boards & Cards)
6. EVERDELL von James A. Wilson (Pegasus Spiele und Starling Games)
7. FANTASTISCHE REICHE von Bruce Glassco (Strohmann Games)
8. ANNO 1800 von Martin Wallace (Kosmos)
9. PRAGA CAPUT REGNI von Vladimir Suchy (Delicious Games)
10. GLOOMHAVEN – DIE PRANKEN DES LÖWEN von Isaac Childres (Feuerland)

Gewinner des DEUTSCHEN KINDERSPIELE PREISES 2021 ist
DODO – RETTET DAS WACKEL-EI! von Marco Teubner und Frank Bebenroth (Kosmos Verlag)

Quelle: https://www.spiel-messe.com/de/deutscher-spielepreis/preistraeger/

Wir gratulieren allen Autor*innen und Verlagen!

Spieleabend im Irish Pub

Nächste Woche spielen wir wieder mit Euch im Irish-Pub – kommt vorbei und spielt mit! 💖🧡💛💚💙💜

⌚ Dienstag, 28.09., 19 – 22 Uhr

🌏 Mulvany’s Irish Pub Marl, Hochstr. 1

🧬 3G-Regel

Spielen im Irish Pub 🍻

+++ SAVE THE DATE +++

In der kommenden Woche spielen wir wieder mit Euch im Irish-Pub – kommt vorbei und spielt mit! 💖🧡💛💚💙💜

⌚ Dienstag, 19 – 22 Uhr

🌏 Mulvany’s Irish Pub Marl, Hochstr. 1

🧬 3G-Regel

Lasse stellt vor: DER HEIDELBÄR

Einstieg: 🧡🧡🤍🤍🤍

Anspruch: 🧡🧡🤍🤍🤍

Spielspaß: 🧡🧡🧡🧡🤍

Alle BÄReit? Dann kann es losgehen! In der deutschen Sprache versteckt sich so allerhand und nur die Wenigsten ahnen im Entferntesten, wie viele Bären dabei sind. Ob im CamemBÄRt Käse oder verborgen im BÄRnsteinzimmer.

Alle 60 Karten mit je vier bärigen Begriffen werden gemischt und jeweils drei Karten an alle Spieler*innen verteilt. Die Bärenbegriffe sind denkbar einfach: Der BÄR ersetzt in einem Wort die Silben -ber, -beer, -per und -bär. Die oder der Startspieler*in fängt an und umschreibt einen Begriff ihrer Bären-Karten mit einem kurzen Satz: „Dieser Bär …“.

Beispiel: Dieser BÄR stoppte die Titanic. Da leuchtet ein, dass nur der EisBÄRg richtig sein kann.

Wer die Lösung errät, erhält die Karte als Siegpunkt und darf eine seiner oder ihrer Begriffe beschrieben. Dann wird nachgezogen. Das Spiel endet, wenn der Kartenstapel leer ist.

Neben wenigen Spielregeln zur Satzlänge und dem Übersetzungsverbot von gesuchten Begriffen wird den Spieler*innen freie Hand gelassen. Das Spiel ist schon etwas älter, was sich auch teilweise in den Namen der „Prominenten“ widerspiegelt. Viele zeitlose Begriffe in unterschiedlicher Schwierigkeit sorgen aber für genug Abwechslung. Sind einmal alle Begriffe in derselben Besetzung durchgespielt, flacht der Spielspaß etwas ab – da ist mal eine längere Pause angesagt.

DER HEIDELBÄR ist für 3 – 6 Spieler*innen, ab 8 Jahren, dauert eine viertel Stunde und kostet ca. 10 €.

Lasse stellt vor: SO KLEEVER!

Einstieg: 🧡🤍🤍🤍🤍

Anspruch: 🧡🧡🧡🤍🤍

Spielspaß: 🧡🧡🧡🧡🧡

SO KLEEVER! Ist ein cleveres (oder kleeveres) und kooperatives Wort-Spiel. Hier gilt es übergeordnete Begriffe zu vorgegebenen Wörtern zu finden. Klingt zunächst einfach, kann aber auch ganz schön knifflig sein.

Worum geht’s?

Alle Spieler*innen erhalten zunächst eines der Kunststoff-Kleeblätter und einen abwischbaren Stift. In die Vertiefungen der Kleeblätter werden zufällig jeweils vier Stichwort-Karten gesteckt, so, dass niemand anderes diese sehen kann. Die Stichwort-Karten sind quadratisch und enthalten an jeder Seite jeweils ein Wort. Nun geht es los und ich versuche zu jedem außen steckenden Wort-Paar einen Oberbegriff zu finden. Diese schreibe ich mit meinem Stift auf meine Kleeblatt-Seiten. Auch hierzu sind Spielregeln in der Anleitung zu finden, welche Worte keinen Hinweis bilden dürfen. Neben Übersetzungen und Neologismen darf natürlich auch nichts aufgeschrieben werden, was den beiden Wörtern gleicht. Alles andere ist erlaubt und erwünscht! So lassen sich Jung und Zauberer zu Harry Potter verbinden und zu Baumarkt und Mücke fällt mir auch etwas ein.

Jetzt mische ich meine vier Stichwort-Karten mit einer verdeckten Karte vom Nachziehstapel und warte bis meine Mitspieler*innen ihrerseits fertig sind. Da alle parallel Hinweise auf ihren Kleeblättern notieren, sind alle Spieler*innen auch gleichzeitig beschäftigt und kurze Wartezeiten entstehen nur, wenn sich jemand nicht entscheiden kann. Eine gewisse Grund-Kreativität ist vorausgesetzt. Findet ihr mal keinen Hinweis, schreibt einfach das erste auf, was Euch in den Sinn kommt.

Nun versuchen meine Mitspieler*innen meine Stichwort-Karten korrekt meinen Hinweisen zuzuordnen und gleichzeitig den False-Friend auszusortieren. Schwierig, schwierig: Passt nun eher Virus oder Nadel zur Impfung? Oder ist es hinsichtlich der vermehrt auftretenden Impfbeigabe doch die Wurst?

Schließlich wird aufgelöst: Ist alles richtig, erhalten wir Punkte pro richtige Karte und 2 Bonuspunkte für den ersten Versuch. Stimmt etwas nicht, darf korrigiert werden. Die Bonuspunkte sind dann aber verloren.

Nachdem jede*r einmal ihr/ sein Kleeblatt präsentieren durfte, werden die Punkte addiert. Es gilt das Ergebnis der letzten Partie zu schlagen, strengt Euch also an und seid besonders kleever.

Fragt sich zuletzt, wie viele Spieler*innen mitspielen können. Nun, auf der Spieleschachtel steht 3-6, es klappt aber auch wunderbar zu zweit!

SO KLEEVER! ist von François Romain, erschienen bei Repos Production, dauert maximal 30 Minuten und ist ab 10 Jahren. Das Spiel kostet ca. 20€.

Lasse stellt vor: TIPPI TOPPI

Einstieg: 🧡🤍🤍🤍🤍

Anspruch: 🧡🧡🤍🤍🤍

Spielspaß: 🧡🧡🧡🧡🤍

TIPPI TOPPI ist ein kooperatives Kartenspiel von Ken Gruhl, erschienen beim Verlag Schmidt Spiele, das man auch alleine oder mit bis zu vier Spieler*innen spielen kann.

Enthalten sind 56 Zahlenkarten von 1-7 in vier Farben (jede Karte gibt es 2x), dazu 53 Aufgabenkarten. Die Karten werden separat gemischt und von den Aufgabenkarten je nach Schwierigkeitsstufe und Spieler*innen-Anzahl mehrere als Stapel bereitgelegt. Dazu gibt’s eine tolle Übersichtskarte. Von ersteren werden vier gezogen und nebeneinandergelegt. Von den Zahlenkarten werden ebenfalls vier offen ausgelegt und alle Spieler*innen erhalten vier auf die Hand. Bei allem „vier“ – merk‘ ich mir.

Spielziel ist, alle Aufgaben gemeinsam durch geschicktes Auslegen der Karten zu erfüllen.

Schon kann es losgehen: Die Spielerin oder der Spieler, die oder der zuletzt etwas Orangefarbenes gegessen hat, beginnt und spielt eine Karte auf einen der vier Zahlen-Karten-Stapel. Dabei soll möglichst eine oder mehrere der Aufgaben erfüllt werden. Diese beziehen sich immer auf alle vier Stapel. So sollen etwa drei orange Karten oben auf den Stapeln ausliegen, in Summe 20 ergeben oder nur ungerade Zahlen ausliegen. Die Aufgabenkarten sind vielfältig und sorgen für ein abwechslungsreiches Spielerlebnis. Manchmal können sogar durch geschicktes Ausspielen gleich mehrere Aufgaben gleichzeitig erfüllt werden. Erfülle Aufgaben werden beiseitegelegt und vom Stapel jeweils neue Karten gezogen, sodass wieder vier ausliegen. Auch eine neue Zahlenkarte erhält die oder der Spieler*in auf die Hand.

Das Spiel ist beendet, wenn alle Aufgaben erfüllt wurden; in diesem Fall haben alle Spieler*innen gemeinsam gewonnen. Verloren haben wir, wenn der Zahlenkarten-Stapel aufgebraucht ist, aber noch Aufgabenkarten ausliegen oder wenn eine Spielerin oder ein Spieler mal keine Karte ausspielen kann. Denn auch hier gibt es Regeln: Eine Karte darf nur dann auf einen Stapel gelegt werden, wenn mindestens die Zahl oder die Farbe gleicht – wie bei UNO und zahlreichen anderen Kartenspielen.   

TIPPI TOPPI ist ab 8 Jahren und kann auch mit jüngeren Kindern gespielt werden. Die Sache mit der (verbotenen) Kommunikation über die eigene Kartenhand muss nicht so eng gesehen werden, die Hauptsache ist, dass alle Spaß haben.

Besonders viel Vergnügen bereitet das Spiel, da es auf Teamwork ankommt, aber auch jede Menge Glück dabei ist. Nicht immer kann eine Gruppe gewinnen, wenn der Kartenstapel nicht zum Vorteil der Gruppe gemischt ist – passiert. Egal ob Sieg oder Niederlage – eine neue Partie will, auch wegen der kurzen Spieldauer, immer wieder gespielt werden!

Alter

Ab 8

Spieler*innen

1 – 4

Dauer

20 Min.

Kosten

ca. 9€